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Warum Datenschutz beim KI-Einsatz kein Nischenthema ist

29. Juni 2026
DatenschutzKI-Strategie

Mein Deal mit mir selbst: 3 Kilometer, dann hast du wenigstens etwas getan. Am Ende waren es gut 5, und es hat sich richtig gut angefühlt

Heute früh hätte ich das Laufen fast ausfallen lassen. Zu warm, zu faul, zu anstrengend. Mein Deal mit mir selbst: 3 Kilometer, dann hast du wenigstens etwas getan. Am Ende waren es gut 5, und es hat sich richtig gut angefühlt.

Warum ich das erzähle: Im Unternehmen ist es oft genauso. Es gibt Themen, die anstrengend sind, für die man keinen Blumentopf gewinnt, und die trotzdem über die Fitness der Firma entscheiden. Bei mir ist das diese Woche der Datenschutz rund um unseren KI-Einsatz. Kein Glamour, keine Demo, die man stolz herumzeigt. Aber wenn es erledigt ist, sind wir als Firma ein Stück sicherer im Umgang mit KI.

Dass das kein Nischenthema ist, zeigt eine aktuelle IBM-Studie aus diesem Monat: Zwei Drittel der IT-Verantwortlichen haften inzwischen für KI-Systeme, die sie nicht vollständig kontrollieren. Und am 2. August schaltet die EU die Durchsetzung des AI Act scharf. Die unangenehmen Hausaufgaben haben also ein Datum.

Was mir hilft, solche Themen nicht ewig vor mir herzuschieben:

Klein anfangen. Nicht "den Datenschutz lösen", sondern den ersten konkreten Prozess sauber aufschreiben. Die 3-Kilometer-Variante.

Verantwortung benennen. Wer KI-Tools freigibt, wer Daten prüft, wer im Zweifel Nein sagt. Ein Name, kein "wir".

Sichtbar machen. Ein simpler Status, was geregelt ist und was nicht. Sonst bleibt es ewig "irgendwann".

Am Ende ist es wie beim Laufen: Der schwerste Teil ist der Anfang. Danach läuft es meist besser als gedacht.