Reisekosten automatisieren: drei KI-Hacks in 30 Minuten gebaut
Nicht spektakulär — eher leise und jeden Monat wiederkehrend
Reisekosten sind echt nervend. Nicht spektakulär — eher leise und jeden Monat wiederkehrend.
Ihr kennt die typischen Probleme: Die Tankquittung aus Italien verschollen, die Bewirtung von vor drei Wochen will rückwirkend mit fünf Teilnehmenden rekonstruiert werden, Kontotransaktionen wollen mühsam ins Abrechnungs-Format. Stunden, in denen man nichts Sinnvolles tut. Andererseits muss es sein...
Also habe ich am Montag — statt mich wie üblich zu ärgern — 30 Minuten investiert und mir drei kleine AI-Hacks in Claude Cowork zusammengeklickt:
🔹 Eigenbelege aus Kontotransaktionen. Aus „03.04.2026, 19:19, BE BRESESTI ENERGIE SR, −17,08 €" — italienische Ladesäule, Vorautorisierung, Originalbeleg seit April im Wind — wird ein sauber datierter, professionell formulierter Eigenbeleg. Anlass, Begründung, Unterschriftenfeld. Das war jahrelang die eigentliche Reibung: nicht die Belege, die ich habe. Die, die ich nicht habe.
🔹 Bewirtungsbelege. Foto rein, strukturiertes Formular raus.
🔹 Sammel-Abrechnung. Alles wandert in mein Template. Zwei Felder korrigieren, abschicken, fertig.
Gleichzeitig fiel mir wieder die MIT-Studie in die Hände (auch wenn sie schon von 2025 ist): 95 % aller GenAI-Pilots in Unternehmen erreichen keine messbare Wertschöpfung. Mein persönliche Einschätzung: das liegt selten an „der Technik". Eher daran, dass AI-Initiativen oft als Lighthouse-Projekt mit Pressemitteilung starten und sich oft an der Größe verheddern.
Und das bringt mich zu der eigentlichen Frage, die ich mir seit Montag stelle:
Müssten Unternehmen nicht genauso rangehen? Nicht mit dem Strategie-Workshop zur „AI-Transformation" anfangen, sondern mit den ehrlichen Schmerzpunkten der Mitarbeitenden: den Dingen, an denen Woche für Woche Zeit verloren geht. Hands-on Lösungen suchen. Einen MVP bauen, der morgen funktioniert. Wenn der trägt, an die Skalierung denken.
Aus sauber gelösten Pain Points entsteht Substanz. Und gleichzeitig gibt es nichts besseres, um Mitarbeiter von AI zu überzeugen.
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