02.08.2026 als Sprint-Anlass: was vom AI Act trotz Verschiebung scharf wird
Compliance + Capability in einem Vorgang
Wir bei STI sehen den 02.08.2026 nicht als Stichtag, sondern als Sprint-Anlass. Compliance + Capability in einem Vorgang.
Diese Woche wurde der Stichtag faktisch weichgespült: Im Trilog vom 07.05.2026 haben Rat und Parlament die zentralen Hochrisiko-Pflichten des AI Acts auf Dezember 2027 bzw. August 2028 verschoben. Was am 02.08.2026 trotzdem scharf wird: #Transparenzpflichten (Art. 50), #Sanktionsrahmen bis 35 Mio. € / 7 % Umsatz, GPAI- und #Governance-Regeln. Parallel beziffert McKinsey Deutschlands KI-Produktivitätspotenzial auf 486 Mrd. USD bis 2030 — und der G-P AI-at-Work-Report 2026 meldet 73 % enttäuschte Führungskräfte.
Die Verschiebung wirkt wie eine Atempause. Sie ist das Gegenteil: Wer jetzt KI-Initiativen pausiert, weil die Hochrisiko-Frist gerade wandert, verschenkt die beste Vorbereitungszeit, die er bekommen kann.
Drei Hebel, die wir dabei für übertragbar halten:
1️⃣ AI-Inventar als 4-Wochen-Sprint, nicht 6-Monats-Projekt. Wer länger braucht, baut Bürokratie statt Klarheit.
2️⃣ Jeder Use Case zahlt doppelt ein: AI-Act-konform UND ein echter Schmerzpunkt im Tagesgeschäft. Sonst wird's ein teures Pflicht-Häkchen.
3️⃣ Human-as-Decider bewusst designen.Nicht „der Mensch schaut nochmal drüber", sondern klar definierte Entscheidungspunkte mit Verantwortung.
Die ehrliche Frage an dich: Welcher manuelle Pain in deinem Haus könnte als erster Use Case beides leisten — AI-Act-konform sein und echten Aufwand sparen? Und an alle, die gerade selbst durch so einen Sprint gehen: Woran hakt es bei euch — am Inventar, an der Risiko-Einordnung oder am Human-in-the-Loop-Design?
