Letzter Tag bei Telefónica: ein Rückblick auf Menschen und Muster
Zeit für einen "kleinen Rückblick" 😊
Ich kann es immer noch nicht ganz glauben. Der 30.4. war mein letzter Tag bei Telefonica. Zeit für einen "kleinen Rückblick" 😊
Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, sind es vor allem zwei Dinge, die hängen bleiben: Menschen und Muster.
Zu den #Menschen zuerst:
Ich habe selten ein Umfeld erlebt, in dem so viel fachliche Tiefe, Engagement und Humor zusammenkommen. Egal ob in kritischen Projektphasen, während endloser Migrationsbatches oder während wir uns selbst rechts überholt haben. Es war immer ein Miteinander auf Augenhöhe. Und das ist nicht selbstverständlich.
Auch in großen Konzernen entscheidet nicht die Technologie. Es entscheiden die Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Themen zu treiben und trotz aller Widerstände weiterzumachen. Dafür habe ich großen Respekt, und ich bin dankbar, Teil des Teams gewesen zu sein.
Und dann sind da die #Muster:
Eines meiner ersten Projekte vor über 15 Jahren lief im Umfeld von Next-Best-Action / Next-Best-Offer-Systemen, damals unter „Wertorientiertem Marketing". Ein Begriff, der heute fast historisch klingt. Heute heißt es AI, Decisioning, Hyperpersonalisierung, Reinforcement Learning.
Klingt fancy. Die ehrliche Wahrheit: Vieles davon ist alter Wein in neuen Schläuchen. Nicht im Sinne von „unnötig", sondern: neue Technologien, aber die grundlegenden Probleme bleiben erstaunlich konstant.
Wie spreche ich Kunden sinnvoll an, um das magische Dreieck aus Churn, ARPU und Kosten im Gleichgewicht zu halten? Wie verhindere ich, dass ich mir mit eigenen Kampagnen die Marge kaputtmache? Wie bringe ich Vertrieb, Marketing und Produkt wirklich zusammen?
Am Ende ging es immer um dieselbe Kernfrage: Wie trifft man bessere #Entscheidungen – und setzt sie auch effizient um?
Was ich dabei als Berater #gelernt habe?
Du siehst dich immer wieder. Wenn man länger dabei ist, arbeitet man irgendwann an den Konsequenzen der eigenen Ideen von früher. Das ist… sagen wir mal… charakterbildend. Es sorgt aber auch für #Ehrlichkeit im System: Man überlegt sich zweimal, ob man etwas „verkauft", das nicht wirklich trägt.
#Komplexität gewinnt immer – wenn man sie lässt. Die spannendsten Projekte waren oft nicht die, in denen etwas Neues gebaut wurde, sondern die, in denen Dinge konsequent vereinfacht wurden. Was schwieriger ist, als es klingt – und Mut braucht, hinter Entscheidungen zu stehen.
Was bleibt? Sehr viele #Erinnerungen. Stolz auf das, was wir gemeinsam erschaffen haben. Und vor allem sehr viel Wertschätzung für die Menschen, die ich über Jahre begleiten durfte.
Danke für Vertrauen, Offenheit und die vielen Momente, in denen man gemerkt hat, dass es eben doch nicht nur um Projekte geht. Sondern um Miteinander.
Der Friedhof ist schließlich voller unersetzbarer Leute. Und wie es bei Beratern so ist: Man sieht sich meistens wieder 😉
